Where is June?

Gabi Neumayer
Online-Krimi Where is June?

Englisch / Anfänger und Kinder ab 10 Jahren

Emma und June traten aus der Tür des Schulgebäudes. Auch wenn es an diesem Frühsommertag noch ziemlich kalt war, so schien doch die Sonne, und vor allem ...

„I wish school finished this early  every day!“, rief June.

Emma konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.

„Oh, I forgot.“ June seufzte. „Back in Germany school’s out at noon every single day ...“

„At least my school is”, sagte Emma und knöpfte die Jacke ihrer Schuluniform zu. In den letzten Monaten hatte sie sich nicht nur an porridge  zum Frühstück, queueing  am Bus und die ewig langen Schultage gewöhnt, sondern sogar an ihre Schuluniform. Wahrscheinlich würde sie sie sogar vermissen, wenn sie nächste Woche wieder in Deutschland war. In England musste man sich wenigstens nicht jeden Morgen stundenlang fragen, was man anziehen sollte ...

„Emma, would you mind going home without me today?”

Junes Frage riss Emma aus ihren Gedanken. Emma sah ihre Freundin erstaunt an.

June deutete hinter sich. „I promised to explain the movement of the solar system to Bridget before Ms Winter’s test tomorrow.”

“Oh, all right”, sagte Emma. “See you soon.”

Aufgabe :
Hinweise

Wähle eine der vorgegebenen Antworten aus. Wenn du den Text genau liest, kannst du die Antwort leicht geben.

Warum kann June heute nicht mit Emma nach Hause gehen?
Wähle eine der Antworten aus.

Weil sie noch etwas einkaufen gehen muss.
Weil sie noch nachsitzen muss.
Weil sie Bridget bei der Vorbereitung auf einen Test zum Sonnensystem helfen möchte.

Sie ging los, drehte sich am Schultor aber noch einmal um, um June etwas zuzurufen. Doch es blieb ihr im Hals stecken: June steckte hinten bei den Kastanienbäumen den Kopf mit jemandem zusammen. Aber das war nicht Bridget. Es war ein Junge. Er wirkte wie einer aus der siebten oder achten Klasse, auch wenn Emma sein Gesicht nicht erkennen konnte, weil er einen Hoodie trug. 

Jetzt sah er sich um, als fürchtete er, beobachtet zu werden. Emma sah schnell weg und wischte sich eine imaginäre Fluse von ihrem Rock. Dann blickte sie wieder auf. Gerade rechtzeitig, um mitzubekommen, wie der Junge Emma etwas gab. Es glitzerte kurz in der Sonne, dann verschwand es in Junes Jackentasche.

Emma runzelte die Stirn und machte sich auf den Weg.

Emma lag in dem Zimmer, dass sie mit June teilte, auf dem Bett und starrte Löcher in die Luft. Sie hatte versucht, zu lesen, aber sie konnte sich nicht konzentrieren. Was hatte June mit diesem Jungen zu tun? Und wieso war sie noch immer nicht zu Hause?

„Emma, lunch is ready!“, rief Suzanne, Emmas Gastmutter, aus der Küche.

So spät schon? Emma lief ins Esszimmer, wo Suzanne bereits am Tisch saß und eine Portion von ihrem köstlichen pork pie auf Emmas Teller häufte.

„Shouldn’t we wait for June?“

Suzanne schüttelte den Kopf. „She sent a text message that she’s going to have lunch at Bridget’s today.“

“Well, she didn’t tell me ...” Emma stocherte in der Pastete herum, die sie sonst so gern aß. Aber ihr war der Appetit vergangen. Was war nur mit June los? Was verheimlichte sie?

Aufgabe :
Hinweise

Wähle eine der vorgegebenen Antworten aus. Du kannst sie dann mit dem Button „kontrollieren“ überprüfen.

Tipp: Eines der Wörter hat nichts mit dem Thema Essen zu tun.

Außenseiter:
Finde jeweils das eine Wort unter vieren, das nicht zu den anderen drei Begriffen passt.

breakfast
dinner
lunch
cinema
Aufgabe :
Hinweise

Wähle eine der vorgegebenen Antworten aus. Du kannst sie dann mit dem Button „kontrollieren“ überprüfen.

Tipp: Drei der vier Wörter haben etwas mit Positionen zu tun, in denen man sich befinden kann - z.B. unter einem Tisch, auf einem Stuhl oder hinter einem Baum.

Finde jeweils das eine Wort unter vieren, das nicht zu den anderen drei Begriffen passt.

on top of
behind
later
below
Aufgabe :
Hinweise

Wähle eine der vorgegebenen Antworten aus. Du kannst sie dann mit dem Button „kontrollieren“ überprüfen.

Tipp: Eines der vier Wörter hat nichts mit Dingen im Schlafzimmer zu tun.

Finde jeweils das eine Wort unter vieren, das nicht zu den anderen drei Begriffen passt.

bed
pillow
garden
blanket

Nach dem Essen, von dem Emma kaum etwas angerührt hatte, ging sie auf ihr Zimmer und rief June auf ihrem Handy an. Sie versuchte es dreimal hintereinander, aber jedes Mal war nur die Mailbox dran. Dann wählte sie Bridgets Festnetznummer.

„Hi, Mrs Wilson, this is Emma, a friend of Bridget’s. Could I speak to June, please?”

Man konnte förmlich hören, wie Bridgets Mutter am anderen Ende der Leitung stutzte, bevor sie sagte:

„June isn’t here, I’m afraid. Maybe ...“ Im Hintergrund war plötzlich etwas zu hören. „Wait a moment, please, Emma“, sagte Mrs Wilson, und kurz darauf: „Emma? Well, Bridget’s just told me that June has actually been here but isn’t any more. I think she will be home soon.”

Emma brachte gerade noch ein „Thank you, Mrs Wilson” heraus, bevor sie auflegte. Sollte Mrs Wilson es nicht wissen, wenn June bei ihnen zu Mittag gegessen hätte? Die Sache wurde immer merkwürdiger.

Emma versuchte sich auf ihre Hausaufgaben zu konzentrieren, und eine Weile gelang ihr das auch. Aber als eine weitere Stunde vergangen war, hielt sie es einfach nicht mehr aus. Sie lief hinunter ins Wohnzimmer, wo ihre Gastmutter am Schreibtisch saß, und erzählte ihr, dass June zwar bei Bridget gewesen war, aber offenbar nur kurz. Und dass sie sie mit einem älteren Jungen auf dem Schulhof gesehen hatte.

Suzanne seufzte. „You kids grow up so fast ... Well, I don’t think that we have to worry about anything. I trust  my daughter, and so should you.” Und damit wandte sie sich wieder ihrem Papierkram zu.

Aber Emma war kein bisschen beruhigt. In den letzten Monaten waren June und sie gute Freundinnen geworden, und Emma war sicher, dass June es ihr erzählt hätte, wenn sie mit einem Jungen zusammen wäre.

Emma versuchte es noch zweimal auf Junes Handy, aber vergeblich. Na gut, dann musste sie eben andere Maßnahmen ergreifen.

Emma ging zurück in das Zimmer, das sie sich mit June teilte. Unschlüssig blieb sie stehen, aber dann gab sie sich einen Ruck. Sie würde ja nicht aus Neugier herumschnüffeln, sondern nur, um June zu helfen.

Sie ging zu Junes Schreibtisch und öffnete die Schubladen, eine nach der anderen. Und in der untersten wurde sie tatsächlich fündig. Dort lag ein Zettel mit einer geheimnisvollen Notiz:

Notiz

Zuerst dachte sie, dass ihr Englisch schlechter wäre, als sie gedacht hatte. Aber dann wurde ihr klar, dass sie hier zwar englische Wörter vor sich hatte – aber bei fast allen waren die Buchstaben vertauscht!

Aufgabe :
Hinweise

Gib deine Antwort in die Textlücke ein. Überprüfe deine Eingabe mit dem Button „kontrollieren".

Kannst du die Buchstaben dieser Wörter wieder in die richtige Reihenfolge bringen?
Schreibe die Wörter mit der richtigen Buchstabenreihenfolge in die leeren Textfelder.

oress

sceland

kacj

3mp

„Roses“, murmelte Emma, als sie das erste Wort geknackt hatte. Dann kam „candles “, danach „Jack“ – und mp3 stand bestimmt für Musik. 

Wenn Emma das richtig deutete, dann traf June sich mit diesem Jack, der viel älter war als sie, zu einem romantischen Candlelight-Dinner mit Rosen und verführerischer Musik und wer weiß was noch! Und was er ihr auf dem Schulhof gegeben hatte, das war bestimmt der Schlüssel zu dem Ort gewesen, an dem all das stattfinden sollte!

Emma musste June finden, bevor sie eine Dummheit machte. Aber Junes Mutter konnte sie nichts sagen, sonst bekam June garantiert Ärger.

Vielleicht wusste Junes beste Freundin Pearl etwas?

Da Emma die Handynummer von Pearl nicht hatte, Pearl aber nicht weit entfernt wohnte, machte Emma sich auf den Weg zu ihr.

Pearl öffnete selbst die Tür, und lautes Gejohle drang an Emmas Ohren. Pearl sah Emma erschrocken an, was wohl an Emmas Gesichtsausdruck liegen musste.

„June’s vanished“, stieß Emma hervor.

„Wait a moment.“ Pearl verschwand kurz im Flur, dann tauchte sie mit ihrer Jacke in der Hand wieder auf. Sie zog die Tür hinter sich zu, und damit wurde auch der Lärm leiser.

„My brothers.“ Pearl verdrehte die Augen. „Now, what did you say about June?“

Emma erklärte ihr, warum sie sich Sorgen machte. Dann zeigte sie Pearl den Zettel aus Junes Schreibtisch.

Pearl sah so lange verständnislos auf die verdrehten Wörter, dass Emma die Geduld verlor. Sie übersetzte für Pearl, die zögernd nickte.

„I cannot believe that June is dating someone without telling the two of us.“

Neither can I”, gab Emma zu. „But there is no other explanation , is there?”

Pearl nickte düster. „So, what are we going to do now?“

„We’re going to the park.”

„Why’s that?”

„Because all the older boys are always hanging out there at the halfpipe. Maybe we’ll find someone who knows the boy June is dating.”

„I don’t know ...”, sagte Pearl zweifelnd, aber Emma nahm sie einfach am Arm und zog sie mit sich.

Aufgabe :
Hinweise

Gib deine Antwort in die Textlücken ein. Überprüfe deine Eingabe mit dem Button „kontrollieren".

Hauptsache Hauptwort!
Bilde jeweils das passende Nomen zu dem Adjektiv oder Verb in Klammern
.
Zum Beispiel: „Please tell me the ____ (true)." - "Please tell me the truth“.

1. The
(meet) will be in room 4.3, on the second floor.
2. Do they have a
(date)?
3. Do you have good or bad
(new) for me?
4. It makes no
(different) whether you did it on purpose or not!

Sie hatten die Halfpipe fast erreicht – zwischendurch versuchte Emma immer wieder, June anzurufen –, als Pearl stehen blieb. „I’ll be with you in a minute“, sagte sie. „I just have to make a call.”

Emma ging weiter, auf die Jungen zu, die in einem Pulk neben der Halfpipe standen und einem Jungen zusahen, der atemberaubende Sprünge auf seinem Skateboard machte. Emma wurde es etwas mulmig. Sie drehte sich zu Pearl um, und sofort setzte Pearl sich in Bewegung. Kurz bevor sie auflegte, hörte Emma noch, wie sie „Jack“ sagte. Was hatte das zu bedeuten? 

Sie fragte Pearl, doch die winkte ab. 

„I just asked my older brother whether he knows a boy named Jack, but he doesn’t.”

Als sie auf die Halfpipe zugingen, löste sich die Gruppe der Jungen gerade auf. Emma lief zu ihnen und rief, und bis auf einen blieben alle stehen. Als Emma sie nach Jack und June fragte, meinte einer, dass er Jack kennen würde, dass der aber heute bisher nicht dagewesen sei. Dafür habe er aber June noch vor einer halben Stunde in der Stadt gesehen!

See?“, sagte Pearl. „Everything’s all right, and June will be back with us in no time!“

Emma rief Suzanne an, die bestätigte, dass sie eben eine SMS von June bekommen habe: Sie sei noch mit einer Freundin einkaufen gegangen und werde bald zu Hause sein.

Aber das überzeugte Emma nicht im Geringsten.

Aufgabe :
Hinweise

Wähle zwei der vorgegebenen Antworten aus. Du kannst sie dann mit dem Button „kontrollieren“ überprüfen.

Tipp: Lies den vorherigen Text ganz genau, dann kannst du diese Aufgabe ganz leicht lösen.

Warum ist Emma nicht überzeugt von der Shopping-Geschichte?
Kreuze die zwei richtigen Antworten an.

Weil June beim Einkaufen nicht die ganze Zeit über die Mailbox eingeschaltet hätte.
Weil das alles nicht die verschlüsselten Wörter auf Junes Zettel erklärt.
Weil sie June davonlaufen sieht.
Weil die Läden bereits geschlossen haben.

In diesem Moment klingelte ihr Handy.

„Emma? This is June!“

Emma wäre fast das Handy aus der Hand gefallen. „June! Where the heck have you been?!“

June lachte. „What do you mean, where have I been? I told Mum about having lunch at Bridget’s and then going shopping, didn’t she tell you? Anyhow , I’ll be home in about half an hour. See you then!” Und schon hatte sie wieder aufgelegt.

Emma erzählte Pearl, was June gesagt hatte. Aber Pearl war keineswegs irritiert, sondern klopfte Emma nur auf die Schulter und meinte: „I told you not to worry!“ Sie sah auf ihre Uhr. „Oh, I think I have to go home now. Would you like to come and have a cup of tea with me?”

Emma wollte erst ablehnen, aber Pearls Haus lag auf dem Weg, und so sagte sie: „A cup of tea is just what I need now. But I can only stay for about ten minutes. I want to be home when June gets there.”

„Oh, yes, you surely don’t want to miss her”, sagte Pearl fröhlich und hakte Emma unter.

Als sie vor Pearls Haustür standen, hatte Emma es sich doch anders überlegt.

„Don’t be cross with me, but I think I’d rather go home right away.“

„I’m not cross with you”, erwiderte Pearl und schloss die Tür auf. „But I won’t let you go without ...“

Hinter Pearl kam ein Junge durch den Flur auf sie zu.

„You!”, rief Emma. Das war der Junge, den sie mit June gesehen hatte!

„You’re a little too early, but come in“, sagte er. 

Emma sah auf ihre Armbanduhr. Zehn vor drei. Zu früh wofür?

Pearl grinste. „May I introduce you to my oldest brother Jack?“

„He’s your brother?”, fragte Emma entgeistert.

„Can’t deny it“, sagte Jack lächelnd. „And if Pearl hadn’t phoned me twenty minutes ago while I was still in the park we would have met even earlier.“

Pearl hatte Jack gewarnt? Vor ihr?? Emma verstand die Welt nicht mehr. Sie war so durcheinander, dass sie sich nicht einmal wehrte, als Pearl und Jack sie durch den Flur zum Wohnzimmer schoben.

Als Pearl dann die Tür öffnete, ging ein Konfettiregen auf Emma nieder. Und vor ihr standen – June und all die Freunde, die sie in den letzten Monaten hier in England gefunden hatte! „Surprise, surprise!“, riefen sie, jemand drückte Emma ein Glas mit einem sprudelnden blauen Getränk in die Hand, und laute Musik ließ das Haus erbeben. Der von unzähligen Kerzen erhellte Raum war mit Girlanden und Rosen geschmückt. „Roses and candles“, murmelte Emma.

June kam auf sie zu und umarmte sie. „Sorry to have caused you so much trouble!“, schrie sie gegen die Musik an. „But we couldn’t let you go home without a farewell party, don’t you agree?”

Ja, da konnte Emma ihrer Freundin nur aus vollem Herzen zustimmen.

Aufgabe :
Hinweise

Wähle zwei der vorgegebenen Antworten aus. Du kannst sie dann mit dem Button „kontrollieren“ überprüfen.

Tipp: Wenn du den letzten Textabschnitt genau liest, kannst du diese Frage ganz leicht beantworten.

Was gibt es nicht auf Junes Abschiedsparty?
Kreuze die zwei richtigen Antworten an.

Herzlichen Glückwunsch!

Du hast alle Aufgaben gelöst und bist nun am Ende vom Online-Krimi „Where is June” von Gabi Neumayer angelangt. 
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